Im Zeichen des Löwen: Wind, Kälte und böse Magie

Daniel Wolf hat vor Jahren über die Fleurys geschrieben. Vier Bände voller Mittelalterleben und für mich, das Beste, was ich je gelesen habe.

Daher freute ich mich auf das im Februar erschienene neue Werk des Autors. Im Untertitel ist es bereits erkennbar: „Friesen-Saga 1“ bereitet gleich auf einen Mehrteiler vor.

Der erste Teil der Friesen-Saga spielt zum Ende des 14. Jahrhunderts. Schiffe der Friesen fahren überall rum; doch es gibt Schiffe von weiter her, die mehr transportieren können und schneller sind. Jann, der Held des ersten Bandes ist siebzehn als er diese Schiffe kennenlernt. Und er will sie nachbauen. Als der uneheliche Sohn eines Dorfrichters wird ihm dies vorerst verwehrt, wie so viele andere Dinge. Doch er kämpft sich durch!

Der Kampf dauert über 900 Seiten. Viele Orte, viele Personen und viele Handlungsstränge füllen diese Seiten – kein leichter Tobak für Lese-Anfänger. Aber wenn man wie ich, bereits die Mammutwerke von Wolf gewohnt ist, kann man gut folgen.

Auf Grund der vielen Seiten können die Charaktere ausgiebig beschreiben werden, ihre Handlungen sind durchsichtig und für mich nachvollziehbar.

Das Handlungsschema ist allerdings durchsichtig: junger Held will Fortschritt, erfährt Hindernisse und setzt sich durch; die Liebe kommt und geht; der Gegner auch. Aber was soll man als Autor sonst schreiben?

Das Setting ist allerdings spannend. Der Bau von Schiffen und die Seefahrerei wird quasi „nebenbei“ mitbeschreiben und macht den Roman doch zu etwas besonderem.

Apropos besonders: Projektseiten sind inzwischen bei Autoren auch keine Seltenheit mehr. Aber bei Wolf ist sie nicht nur Marketing, sondern hilft durch viele Informationen und bringt noch etwas mehr Fantasie zum Roman und hält sogar Bonusmaterial bereit!

Fazit

Auch wenn ich diesem Roman für etwas durchsichtig und vorhersehbar halte, ist er bei einem Preis von nur 12 € immer und jederzeit eine Empfehlung. Insbesondere Liebhaber der Seefahrerei werden mit der maritimen Sprache ihre Freude haben.

Aus dem Klappentext

Friesland 1351: Schiffe zu bauen – das war schon immer der Traum des junge Zimmermanns Jann Wilken. Mit seinen genialen Ideen will er die Seefahrt revolutionieren und sich in den Häfen der Hanse einen Namen machen. Aber Jann hat es nicht leicht. Er ist der uneheliche Sohn des mächtigen Wilke Tammen Osinga, der den Bastard verabscheut und täglich erniedrigt. Der jähzornige Wilke führt eine Blutfehde gegen seinen Erzfeind Enne Rycken und zieht seine Söhne in den Konflikt hinein. Jann ist seit langem heimlich in seine Jugendfreundin Jorien verliebt. Doch als er ihr endlich seine Gefühle gestehen will, wird sein Dorf von Enne angegriffen, und es kommt zur Katastrophe …

Über den Autor

Der Schriftsteller Christoph Lode aus Speyer schreibt unter dem Pseudonym Daniel Wolf historische Romane.
Der Schriftsteller Christoph Lode aus Speyer schreibt unter dem Pseudonym Daniel Wolf historische Romane.

Daniel Wolf ist das Pseudonym des Schriftstellers Christoph Lode.

Christoph Lode, geboren 1977, wuchs in Hochspeyer bei Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) auf. Nach dem Abitur studierte er in Ludwigshafen am Rhein und arbeitete anschließend als Sozialpädagoge im Öffentlichen Dienst, zuletzt in einer Psychiatrischen Klinik bei Heidelberg, wo er psychisch kranke Menschen betreute. Sein Debütroman, das historisch-fantastische Epos »Der Gesandte des Papstes« um den todkranken Ritter Raoul de Bazerat, erschien 2008. Es folgten die Romane »Das Vermächtnis der Seherin«, »Die Bruderschaft des Schwertes« sowie die große Fantasy-Trilogie »Pandaemonia«. Der Erfolg seiner Bücher ermöglichte es ihm, sich hauptberuflich dem Schreiben zu widmen.

Der Durchbruch gelang ihm 2013 mit seinem Historienroman »Das Salz der Erde«. Die Fortsetzungen »Das Licht der Welt« und “Das Gold des Meeres” konnten an diesen Erfolg anknüpfen; ebenso »Die Gabe des Himmels«, der vierte Teil der Saga um die lothringische Kaufmannsfamilie Fleury, der am 19. März 2018 erschien. Alle vier Bücher standen monatelang auf den Bestsellerlisten und verkauften sich insgesamt über 800.000 mal.

»Im Zeichen des Löwen«, der Auftakt der Friesensaga, ist sein elfter Roman.

Zusammenfassung

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